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Joni auf Wanderschaft

Heute werde ich ein Erlebnis nachtragen. Es passierte schon am 12.03.2009 und ich erzählte davon auf www.gunsnrosesforum.de und diesen Post kopiere ich einfach mal hier rein. Rechtschreibung and Gramatik wird nicht noch mal überprüft. Da ich es am Tag des Elebnisses schrieb und noch völlig neben der Spur war, haben sich sicher einige Fehler eingeschlichen. Die dürft ihr einfach überlesen

So, nun das Erlebnis:

Stehe vormittags ganz normal auf. Lasse die Hunde auf den Hof, schleiche mich ins Bad. Rauche da in aller Ruhe 2 Zigaretten und versuche erstmal klar zukommen (wach werden, warten dass die schmerzende Muskelsteife nachlässt). Inzwischen kläffte unser Rocky schon ne Weile. Nix neues, macht er immer. Als ich dann einigermaßen bei mir war, wollte ich die Hunde reinholen, sie füttern und mich dann an die morgendliche Hygiene machen. In dem Moment klingelt es an der Tür. Meine Tochter öffnete sie (nein, kein Schulfrei, sie hatte tierische Kopfschmerzen und blieb zu Hause, was ich den Moment erfuhr). Jedenfalls war mein Vater an der Tür und fragte, ob unser Jonas da ist. Er hätte einen Hund wie Jonas gesehen. Sie sagte, dass er hier sein müsste. Er fuhr dann los, weil er zum Dienst musste. War alles ne Sache von Sekunden, sie kam wieder rein und ich kam aus dem Bad. Sie erzählte es mir und ich sagte "na der ist auf dem Hof". Bin dann rausgestürmt. Rocky kam rein. Jonas nicht. Hab gerufen wie blöde. Bin dann auch rein, Schuhe und Jacke angezogen, im Vorbeirennen zu meiner Tochter gesagt, sie soll Omi anrufen, dass die ihn einfangen sollen und bin dann selber los gerannt Richtung Stelle, wo Jonas sein sollte. Da kam dann ein Sachsen-Anhalt-Polizei-"Bulli". Die hab ich angehalten und gefragt, ob sie Jonas gesehen haben. Haben sie, hatten auch versucht ihn zu kriegen, aber sie hätten jetzt ne Maßnahme. Also ich weiter. Die Straße, wo er gesehen wurde ist stark befahren und führt zur Autobahn. Als ich dann auf eine große Kreuzung (Kreisverkehr) war, wusste ich nicht wo hin. Hab immer nach ihm gerufen. Hab überlegt, ob ich geradeaus Richtung Autobahn gehe, hielt ich für unwahrscheinlich. In Richtung Genthin war er auch nicht zu sehen. Blieben nur noch der Friedhof, der da auf der Ecke ist oder der Wiesenweg. Als ich noch am grübeln und rufen war kam wieder der Streifenwagen. Die Fahrerin winkte mich ran, ich solle einsteigen, sie fahren mich hin, wo sie ihn gesehen hatten. Gesagt, getan. Wir fuhren Richtung Autobahn. Die Polizei musste eh in die Richtung. (Unterwegs sagte die nette Frau noch mal, dass sie versucht hätten an ihn ran zu kommen. Ich sagte ihr, dass er sehr scheu ist weil er wohl schlechte Erfahrungen damals beim Züchter machte.) An der Stelle, wo Jonas vorher war, da war er nicht mehr. Ein ganzes Stück weiter dann konnte man schon Autos und LKWs sehen, die langsam fuhren. Die Polizisten meinte "Da muss er sein, der LKW hat gebremst." Ich sagte "Scheiße!", weil man die Straße ansich nicht sehen konnte, leichter Hügel. Als wir näher kam sahen wir dann Jonas. Er stand völlig verwirrt auf der linken Spur. Eine Autoschlange hatte sich schon gebildet. Vorn stand n LKW, der extra für meinen Joni anhielt. Die Polizistin machte das Blaulicht an (ohne Sirene) und fuhr an alle vorbei. Jonas wollte weiter rennen. Ich stieg aus und rief ihn. Er hielt an, drehte sich um, ich hockte mich hin und er kam zu mir. Hab ihn sofort auf den Arm genommen, gedrückt, geküsst und sanft mit ihm geredet. Bin dann zurück zum Streifenwagen, wo ich erfahren musste, dass ich per Anhalter zurück muss, da die Polizisten eine Maßnahme hätten. Sie fuhren weiter und ich machte mich mit Jonas auf dem Arm auf den Rückweg (ca. 5 km lagen vor mir). Noch nichts gegessen und getrunken, Schmerzen am ganzen Körper, aber heilfroh, mein Baby wieder zu haben. Beim trampen stellte ich fest, dass keiner eine ungeduschte, ungekämmte, wahrscheinlich fürchterlich aussehende Frau mit einem verwirrten und ebenfalls verwuschelten Hund auf dem Arm, mitnehmen möchte. Weiter stellte ich fest, dass ich kein Handy dabei hatte, um meine Tochter anzurufen. Konnte also auch sonst keinem Bescheid sagen, damit er uns abholt. Jonas seine Leine hatte ich auch nicht dabei, also musste ich ihn weiter tragen. Normalerweise bräuchte er keine Leine, er bleibt immer in meiner Nähe. Aber das geht nur bei Waldspaziergängen oder so. Da wo Autos fahren mache ich das nicht. Er ist so schreckhaft, dass ich befürchten muss, dass er vor ein Auto rennt. Als ich so am laufen und tragen war und eigentlich schon nicht mehr konnte, da kam der Streifenwagen zurück. Sie hatten ihre Maßnahme wohl beendet. Ich durfte mich mit Jonas hinten rein setzen. Bis zum Kreisverkehr nahmen sie uns mit. Sie fuhren dann Richtung Heimatrevier in Genthin. Ich entschied mich mit Jonas den Wiesenweg zu gehen. Dort konnte ich ihn laufen lassen, da fahren keine Autos.
Irgendwann zu Hause angekommen fand ich eine völlig aufgelöste Jugendliche und einen sich riesig freuenden Rocky. Meine Tochter sagte, dass meine Schwester auch los ist, um Jonas zu suchen. Ich rief also meine Mutter an, damit sie sie zurück pfeift. Da erfuhr ich, dass meine Schwester mit Auto los ist, noch mal zurück kam, weil sie das Handy vergaß und wieder los ist. Sie suchte die Wälder ab, die da hinten in der Nähe sind.
Ich bin so froh, dass ich meinen Joni völlig unbeschädigt wieder habe.
Inzwischen hat er auch "gefrühstückt" und liegt jetzt total fertig neben mir und schläft.
Wenn ich wieder einigermaßen klar denken kann, dann werde ich das Schlupfloch auf dem Hof und im Garten suchen.
Ich bin so dankbar, dass es ein gutes Ende nahm. Und ich danke den Polizisten, dass sie mir halfen. Und ich danke dem LKW-Fahrer, dass er für meinen kleinen Schatz anhielt. Und ich danke allen anderen Autofahrern, die Jonas bei seinem großen Ausflug begegneten, dass sie so rücksichtsvoll waren. Und ich danke meiner Schwester, dass sie alles stehen und liegen gelassen hat, um Jonas zu suchen. Ich danke auch meinem Dad, dass er Bescheid sagte, dass er von Weitem etwas sah, das meinem Joni ähnelte.
Der Schock lässt langsam nach, die Tränen kündigen sich schon an.
Scheiße, ich muss das Loch finden! Gerade Jonas hätte ich sowas nicht zugetraut. Schon gar nicht, dass er in so kurzer Zeit so weit läuft.

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Das ist nun 2 1/2 Jahre her. Ich staune heute noch, dass alles gut ging und bin natürlich sehr froh darüber. Das Loch im Zaun wurde gefunden und repariert. Aber alleine dürfen die 2 trotzdem nicht mehr raus. Inzwischen wurde sogar ein Zaun zwischen Hof und Garten gezogen. So können sie nie alleine auf den Hof, wenn wir im Garten sind und nie alleine in den Garten, wenn wir auf dem Hof sind. Klingt vielleicht übertrieben, aber ich bin lieber zu übervorsichtig und will kein unnötiges Risiko eingehen.

Eigentlich soll nach jedem Text ein Video kommen. Aber irgendwie funktioniert das heute nicht. Also gibt es nur den Link zum Video:
http://www.youtube.com/watch?v=5m6lymJy57E
21.9.11 12:51
 


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